Wenn Sie Werke der Malerin Leontine von Littrow besitzen oder wissen wo sich solche befinden, bitten wir Sie mit uns in Kontakt zu treten, damit wir diese Gemälde in das Archiv aufnehmen und in unserer Monographie publizieren können.

Im Oktober 2017 präsentierten wir zum ersten Mal im Museum der Stadt Rijeka einen umfangreichen Überblick über das Gesamtwerk einer in Vergessenheit geratenen „Meisterin des Lichts“ Leontine von Littrow. Anlässlich dieser Ausstellung erschien eine umfangreiche Monographie über die Künstlerin Leontine von Littrow, die Sie bei uns bestellen können. In diesem Werk über ihr Leben und Schaffen wird die österreichische Kunstlandschaft um ein hochinteressantes Kapitel erweitert. In der Riege der zahlreichen KünstlerInnen der Jahrhundertwende die auch das Meer und die Küsten der Monarchie bereisten und in bedeutenden Gemälden dokumentierten, ist Leontine von Littrow die wohl außergewöhnlichste Malerin der österreichischen Riviera.

Sie entstammte einer alt- österreichischen Adelsfamilie. Ihr Vater war Kartograf und Schriftsteller. Er wurde als Leiter der dortigen nautischen Akademie nach Triest berufen, wo Leontine von Littrow als Camilla Leontine von Littrow geboren wurde. Einer ihrer insgesamt elf Onkel war der berühmte Astronom, Universitätsprofessor und Leiter der Wiener Sternwarte Carl Ludwig von Littrow, der mit der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Auguste von Littrow verheiratet war, deren gemeinsame Tochter war die Malerin Ella von Littrow, später verheiratete Lang, mit deren Biografie diejenige Leontine von Littrows zuweilen vermischt wird. Leontine wuchs im Hause dieser vielseitig gebildeten Familie auf, deren Salon ein Mittelpunkt des geistigen Wiens war. Dort verkehrten auch Feuchtersleben, Dannhauser, Ebner-Eschenbach, Hebbel, Grillparzer und Ottilie v. Goethe. Ihre Ausbildung erhielt Leontine von Littrow in Paris als Schülerin von Jean d’Alheim, wo sie von den Impressionisten beeinflusst wurde. Leontine von Littrow lernte schon früh die Gegend um Triest und Abbazia kennen, die sie immer wieder zum Thema ihrer Bilder wählte. Leontine von Littrow hielt sie in zahlreichen Stadt- und Hafenansichten, Buchten und Brandungsstudien der Küsten fest. Das Interesse für die istrische und dalmatinische Landschaft verband sie mit Olga Wisinger-Florian, mit der sie sowohl künstlerische Interessen als auch eine private Freundschaft verband.

Als Malerin vor der Jahrhundertwende anerkannt zu werden, war für Frauen schwierig. Ein Indiz für Ihre damalige Wertschätzung gibt es jedoch schon; nicht nur immer wiederkehrende Ausstellungen in Wien, München und vor allem London; sondern als in den Jahren von 1883-86 Aufträge für die Ausstattung der Hochparterresäle im Naturhistorischen Museum mit Gemälden vergeben wurden, war Leontine von Littrow die einzige weibliche Malerin, die nicht übergangen wurde. Die Gemälde stellen die Küste von Ragusa dar.

Leontine von Littrow war Mitglied der Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs.

Leontine von Littrow

Triest 1856 – 1925 Abbazia

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