Alfons Walde

Oberndorf 1891 – 1958 Kitzbühel

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Alfons Walde wurde am 8. Februar 1891 als Sohn des Lehrers Franz Walde und Maria Walde (geb. Ritzer) in Oberndorf geboren. 1892 übersiedelte die Familie nach Kitzbühel, wo Alfons Vater Schulleiter wurde. Ab 1903 besuchte er die Realschule in Innsbruck, die er 1910 mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Auf dieser Schule zeigte er zum ersten Mal seine künstlerischen Fähigkeiten in Form von Aquarell- und Temperabildern im Stil des Expressionismus.

Von 1910 bis 1914 studierte Walde an der technischen Hochschule in Wien. Zu dieser Zeit hielt er sich meist bei seiner Tante in Kirchdorf in Oberösterreich auf. Mit weichen, warmen Aquarelltönen malte er die Bauerngehöfte, Felder und Gärten. Seine Bilder stellte er erstmals 1911 und 1913 in der Buchhandlung Czichna und in der Wiener Sezession aus. Zwischen 1914 und 1918 rückte er als einjährig-Freiwilliger beim österreichischen Landesschützenregiment ein und wurde 1915 zum Kadetten befördert, später zum Fähnrich. Sein Einsatzgebiet war in Südtirol am Monte Piano und am Pasubio sowie in Bosnien. Für seinen Einsatz im Krieg wurde er mehrfach ausgezeichnet.

1917 kehrte Walde als Kaiserschützenleutnant aus Bosnien zurück und begann 1918 wieder zu studieren. Ende 1918 wieder in seiner Heimat Kitzbühel ansässig, malte er Ölgemälde wie „Jahrmarkt in Kitzbühel“ oder „Kirchgang“. Er schuf aber auch Aktzeichnungen wie „Badende am Schwarzsee“ oder „nackter Rückenakt“. 1919 schloss er mit dem in Kitzbühel ansässig gewordenen Wiener Arbeiter- dichter Alfons Petzold Freundschaft und porträtierte diesen später auch. 1920 stellte er nach dem Krieg erstmals wieder Bilder aus; und zwar in Wien. 1924 gewann er den 1. und 2. Preis

beim Wettbewerb des Tiroler Landesverkehrsamtes. 1925 heiratete er Hilda Lackner aus
Kitzbühel. Im selben Jahr nahm er an der Biennale Romana in Rom teil und erhielt
den Preis der Julius-Reich-Künstlerstiftung. 1928 entstand sein Bild „einsame Alm“ (Berghof).
Fortan ließ er seine Bilder in seinem eigenen Verlag auch als Poster und Postkarten abdrucken und vermarktete seine Kunstwerke. So wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. 1932 malte er unter anderem Bilder wie „Kaiser-Hochalm“ oder „Spätwinter“. In diesem Jahr entwarf Walde auch sein erstes offizielles Tirol-Plakat.
Ab 1946 widmete er sich intensiv seiner Arbeit für Architekturprojekte und erhielt zum 65. Geburtstag 1956 den Titel Professor.