August Heitmüller

Gümmer 1873 – 1935 Meran

Die Dame mit der Bernsteinkette

Öl auf Leinwand, 80 × 45 cm signiert und datiert 1921

August Heitmüller (* 15. Juni 1873 in Gümmer bei Hannover; † 4. Mai 1935 in Meran) war Maler und Mitbegründer der „Hannoverschen Sezession“. Heitmüller studierte an der Kunstgewerbeschule in Hannover, ab 1895 an der Akademie der Künste in München bei Franz von Stuck und Otto Seitz sowie in Berlin bei Lovis Corinth. 1917 war er mit Kurt Schwitters und anderen Mitbegründer der Hannoverschen Sezession. Von hannoverschen Mäzenen unterstützt, konnte er Studienreisen nach Frankreich, Belgien, Holland, England und Spanien unternehmen. In seinem von der neuen Sachlichkeit beeinflussten Schaffen konzentrierte er sich auf die Porträtmalerei. Vor dem Ersten Weltkrieg arbeitete er in einem Atelier in Gümmer, dann in Bad Nenndorf und Hannover. Anfang der 1920er-Jahre erkrankte er schwer und war zunehmend auf Pflege angewiesen. Er starb 1935 in der Nähe von Meran.

Literatur:

Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts

Ines Katenhusen: Kunst und Politik. Hannovers Auseinandersetzungen mit der Moderne in der Weimarer Republik, zugleich Dissertation an der -Universität Hannover unter dem Titel „Das Verständnis für eine Zeit“ gewinnt man vielleicht am besten aus ihrer Kunst, in der Reihe Hannoversche Studien, Schriftenreihe des Stadtarchivs Hannover, Band 5, Hannover: Hahn, 1998

Cristian Fuhrmeister (Hrsg.): August Heitmüller, in: „Der stärkste Ausdruck unserer Tage.“ Neue Sachlichkeit in Hannover. 9.?12.?2001–10.?3.?2002, Sprengel-Museum Hannover, Katalog zur Ausstellung, Hildesheim; Zürich; New York: Olms, 2001

Hugo Thielen: HEITMÜLLER, August, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 161; online über Google-Bücher

Hugo Thielen: Heitmüller, August, in: Stadtlexikon Hannover, S. 283