Curt Hasenohr

Leipzig 1887 – 1987 Markkleeberg

Boote

Pastellkreide auf Papier, 21,5 x 25 cm

monogrammiert & datiert 3.8.(19)16

Als Sohn des Buchbinders Richard Emil Hasenohr geboren, absolviert er von 1901 bis 1903 eine Bildhauerlehre bei Franz Schmeisser in Leipzig. Diesen Beruf übt er bis 1906 in Dresden, Hamburg, Weimar und Erfurt aus.

1906 bis 1907 läßt er sich an der Königlichen Sächsischen Akademie für graphische Künste und Buchwerbe zu Leipzig ausbilden, von 1907 bis 1909 besucht er die Königliche Zeichenschule in Dresden, besteht die Fachlehrerprüfung als Zeichenlehrer und unterrichtet danach an verschiedenen Schulen in Leipzig.

Exlibris hat er überwiegend in der Zeit von 1906 bis 1917 geschaffen. Sein großes Vorbild: Willi Geiger. Größtenteils hat er radiert. Die Technik des Kupferschnitts soll erstmals von ihm angewandt worden sein. Trotz seines ausgeprägten Talents wird er in der Exlibris-Szene nicht wahrgenommen, sein Name taucht jedenfalls in der gängigen Exlibris-Literatur nicht auf.

1922 nimmt er den Künstlername Curt Hoelloff an, und spätestens seit dieser Zeit interessieren ihn Stichel und Platte nicht mehr. Email, Metall und Schmuck sind jetzt seine Arbeitsgebiete.

(Quelle: Nachlass des Graphikers und Goldschmiede-Emailleurs Curt Hasenohr, zusammengestellt von Christa-Maria Dreißiger, verwahrt in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden unter Mscr. Dresd. App. 2498)

Maßgebliches Werkverzeichnis

Franck, Helmut: Das Exlibrisschaffen von Curt Hasenohr-Hoelloff. In: Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Heft 105. Berlin, Weimar: Aufbau 1987, S. 67-74