Hans von Hayek

Wien 1869 – 1940 Wien

Blick auf den Wilden Kaiser

Öl auf Leinwand, 52 × 70,5 cm
signiert
ausgestellt: Münchner Secession und
zwei weitere unbekannte Ausstellungen

Hans von Hayek studierte 1886–1891 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei L. Minnigerode, C. Karger, A. Groll und R. Rössler. 1891 kam er nach München wo er an der Kunstakademie u. a. bei Gabriel von Hackl, W. v. Lindenschmitt und Carl von Marr bis 1898 studierte. Bald begegnete er dem Freiluft- und Tiermaler Heinrich von Zügel, der seinen künstlerischen Weg maßgebend beein usste. Hans von Hayek verließ München, zog nach Olching an der Amper (1898–1900) und kam schließlich 1900 nach Dachau. Dort gründete er eine private Malschule, die er bis 1915 leitete. N. Bresslern-Roth war eine seiner Schülerinnen. 1902–1906 Mtglied des Hagenbundes in Wien, 1907–1923 Mitglied der Wiener Secession. In den Jahren 1905, 1909, 1914 und 1924 war Hayek bei der Biennale in Venedig vertreten.

Der nanzielle Erfolg ermöglichte ihm ausgedehnte Studienreisen. Er besuchte Paris, Holland, Hamburg, die Riviera sowie kleine Fischerdörfer an der Ost- und Nordsee. Nach 1918 lebte Hans von Hayek wieder in München, unterbrochen von langen Reisen nach Indonesien, Colombo, Ceylon, Sumatra u. a. Ländern. Sein unstetes Leben hat einen reichen künstlerischen Niederschlag in Zeichnun- gen, Aquarellen und Ölgemälden gefunden. Katastrophen, wie der Brand des Münchener Glaspalastes 1931 und die Ausbombung von Hayeks Münchner Atelier im Jahre 1945, rissen erhebliche Lücken in diesen Bestand. Der Maler war Mitbegründer des Dachauer Museumsvereins, ferner maßgeblich am Aufbau der Gemäldegalerie und des Bezirksmuseums in genannter Stadt an der Amper beteiligt. Ein beachtlicher Teil seiner Kunstwerke befindet sich in der Gemäldegalerie Dachau.

Arbeiten sind in den großen Sammlungen von München, Pinakothek, Wien, Belvedere und in den städtischen Museen von München, Leipzig, Krefeld, Stuttgart und Dachau

Ehrungen:
1905 Goldene Medaille 2. Klasse München, 1908 Medaille Salzburg