Josef Dobrowsky

Karlsbad 1889 – 1964 Tullnerbach

Dürnstein in der Wachau

Öl auf Leinwand, 31 x 40 cm
monogrammiert u.l. & datiert (19)2.

Josef Dobrowsky, Karlsbad 1889 – 1964 Tullnerbach. J. Dobrowsky besuchte zuerst die Wiener Kunstgewerbeschule; von 1906 bis 1919 studierte er dann an der Wiener Akademie der bildenden Künste (unter Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher). Das Studium musste er in den Jahren 1911/12, später von 1914 bis 1918, während des ersten Weltkrieges wegen Militärdiensten unterbrechen. Er erhielt in jener Zeit den Hofpreis und den Rom-Preis. Seit 1919 war Dobrowsky als freischaffender Künstler tätig und trat der Wiener Secession bei, deren Ehrenmitglied er 1955 wurde. Ab 1934 war er ebenfalls Mitglied der Prager Sezession. Von 1946 bis 1963 war er Professor eine Meisterklasse für Malerei an der Akademie. Bedeutende Künstler wie Alfred Hrdlicka oder Josef Mikl waren seine Schüler.

Josef Dobrowsky war einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Zwischenkriegszeit. In seinem Frühwerk zeigen sich Einflüsse von Gustav Klimt, Albin Egger-Lienz und Ferdinand Hodler, ab 1920 beschäftigte er sich mit der Malerei von Pieter Brueghel dem Älteren. Damals schuf er daher Landschaften und Genreszenen in einer erdigen Farbgebung. Später schuf er hauptsächlich Porträts und Landschaften in einem expressiven Kolorismus, auch bedeutende Aquarelle. Seine Bilder strahlen eine melancholische warme Stimmung aus. Der bis in die 80er Jahre nicht angemessen gewürdigte Künstler erfährt die letzten beiden Jahrzehnte stark vermehrtes Interesse.

Diese Begeisterung zeigt sich mittlerweile auch auf dem Kunstmarkt sehr eindrucksvoll.